Der Hondsrug UNESCO Geopark

Seit Tausenden Jahren ist der Hondsrug besiedelt. Der Geestrücken im Nordosten der Niederlande war einst von Moor und Sümpfen umgeben und gar nicht weit vom Wattenmeer entfernt. Der Hondsrug war das einzige Gebiet in der weiten Umgebung, das man trockenen Fußes durchqueren konnte und sich sogar zur Ansiedlung eignete.

Lange Geschichte

Der Hondsrug hat eine Geschichte, die Ihresgleichen sucht, und viele Legenden ranken sich um das Gebiet. Geschichten über seine Entstehung vor Millionen Jahren in der Eiszeit, als Gletscher, Wind und Wasser den Höhenzug prägten und über das meterdicke Moor, das später sogar die Hänge des Hondsrug empor kroch. Geschichten über die ersten Menschen, die zum Hondsrug zogen. Über Neandertaler, die hier ihre Lager aufschlugen und jagten – man fand Feuersteinwerkzeuge und Knochen ihrer Beutetiere. Die Menschen in der Trichterbecherkultur bauten auf dem Hondsrug Großsteingräber, um ihre Toten zu bestatten. Auch heute noch gibt es sichtbare Spuren von Karren und Fuhrwerken, die im Mittelalter auf dem Weg nach Groningen über den Hondsrug zogen. Hier bauten die Bauern ihre Dörfer und Kirchen. Wir erzählen die Geschichte über das Leben mitten in den Drenther Heidefeldern: Wie Menschen sich gegenseitig mit den grausamen Riesen Ellert und Brammert Angst machten und wie weiße Nebelgestalten, die Witte Wieven, die Menschen verzauberten. Den Hondsrug gibt es immer noch und seine Geschichten werden nach wie vor erzählt. Wir laden Sie herzlich nach Drenthe und Groningen ein, um den Hondsrug zu entdecken.

Das Gebiet

Das Gebiet des Hondsrug hat eine besondere kulturhistorische Bedeutung und ist geologisch einzigartig. Es erstreckt sich vom Zentrum der Stadt Groningen im Norden über die Gemeinden Haren, Tynaarlo, Aa en Hunze und Borger-Odoorn Richtung Süden bis nach Emmen und Coevorden. Auch das Bargerveen im Südosten Drenthes, das Gebiet im Osten des eigentlichen Hondsrug, das Hunze-Tal und der Nationalpark Drentsche Aa, der an Assen grenzt, gehören zum Hondsrug UNESCO Geopark. Der Geopark ist mit Zufahrtswegen gut erschlossen. Bahnhöfe findet man in Coevorden, Dalen, Nieuw Amsterdam, Emmen, Assen, Haren und Groningen.